Hendricks muss Lehren aus dem Asse-Debakel ziehen

Zur Lage im Atommülllager Asse erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Asse ist ein mahnendes Beispiel für eine verfehlte Endlagerstandortsuche und für den hohen Preis, den wir bis heute für eine gescheiterte Atompolitik bezahlen. In der Asse wurde wider besseren Wissens über Jahre hinweg radioaktiver Abfall unprofessionell und an der Öffentlichkeit vorbei eingelagert. Die Bergung von rund 126 000 Atommüll-Fässern aus dem maroden Atommülllager wird die öffentliche Hand rund 4 Mrd. Euro kosten. Diese Kosten sollten den privatwirtschaftlichen Verursachern des Atommülls in Rechnung gestellt werden, nicht den Steuerzahlern. Dafür muss sich Umweltministerin Hendricks nach ihrem Besuch in der Asse einsetzen.

Die katastrophalen Zustände in der Asse mahnen zugleich zu größter Sorgfalt und Transparenz  bei der anstehenden Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle. Die Entscheidung muss sich an wissenschaftlichen Kriterien ausrichten, nicht an politischen Wünschen. Deshalb sollte eine unabhängige, gesellschafts- und parteiübergreifend anerkannte Persönlichkeit an der Spitze der Endlagerkommission stehen. Außerdem sollte Umweltministerin Hendricks die Ende 2013 eingereichte Klage gegen die Aufhebung des Rahmenbetriebsplans Gorleben zurücknehmen.“

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