Nie wieder Fukushima: Atomausstieg global vorantreiben

11.03.2015
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Zum vierten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Vier Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima können Zehntausende Menschen noch immer nicht in ihre strahlenbelastete Heimat zurückkehren. Noch immer tritt radioaktives Wasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk aus. Noch immer ist unklar, wie die beschädigten Brennelemente entfernt werden können.

Nicht erst seit Fukushima  wissen wir, dass Atomkraft nicht sicher ist. Aber diese Katastrophe hat gezeigt, dass selbst ein fortschrittliches Industrieland nicht in der Lage ist, diese unverantwortbare Gefahrentechnologie zu beherrschen. Deshalb ermahnt uns der Jahrestag der Katastrophe, den Ausstieg aus der Atomkraft weltweit voranzutreiben. Die Bundesregierung muss sich nachdrücklich für die Stillegung maroder grenznaher AKW wie Fessenheim, Cattenom und Tihange einsetzen und in der EU klar Stellung beziehen gegen die geplanten Milliarden-Subventionen für neue britische Atomkraftwerke.

Mit den Erneuerbaren Energien gibt es längst eine klimafreundliche, sichere und bezahlbare Alternative. Ihr Anteil an der weltweiten Stromerzeugung liegt heute schon bei 22 Prozent, bei Neuanlagen beruht sogar gut die Hälfte auf Sonne und Wind, Biomasse und Wasserkraft. Sie weiter zu fördern ist der wichtigste Beitrag, damit sich die Katastrophe von Fukushima nie weiderholen kann.“

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