Nachhaltige Landwirtschaft für Tierwohl, Umwelt- und Verbraucherschutz

Zum Auftakt der Messe „Internationale Grüne Woche Berlin“ erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Berlin, 19.01.2017

„Unter Landwirtschaftsminister Schmidt kommt die Agrarwende im Sinne des Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutzes nicht voran. Die Bundesregierung klammert sich an überholte Konzepte und führt im Wesentlichen die Wünsche der Agrarindustrie aus – von Gentechnik bis Massentierhaltung. Auch Signale zur Förderung einer ökologischen und bäuerlichen Landwirtschaft sind kaum wahrnehmbar.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht auf Qualität und Transparenz. Eine verlässliche und verbindliche Tierhaltungskennzeichnung muss sicherstellen, dass bei Fleisch und Milch klar erkennbar wird, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Das von Minister Schmidt gepriesene Tierwohllabel ist mehr Schein als Sein.

Komplett untätig bleibt die Bundesregierung beim Schutz unseres Trinkwassers vor der Verseuchung mit Nitrat. Ein Grund dafür ist, dass zu viel Gülle auf unseren Äckern landet. Um unser Grundwasser zu schützen, brauchen wir ein Düngerecht, das Stickstoffströme ordentlich erfasst und die Überschüsse auf ein naturverträgliches Maß senkt.

Die quälerische Massentierhaltung bleibt der große Skandal unserer Landwirtschaft. Ziel muss endlich eine Tierhaltung sein, die allen Tieren ein würdiges Leben ermöglicht. Dafür muss die Bundesregierung gezielte Förderung anbieten und den gesetzlichen Rahmen grundlegend nachbessern. Die Tiere brauchen mehr Platz, Auslauf, Licht und Beschäftigung.“

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