Marrakesch: Der Kampf geht weiter

Pressemitteilung vom 18.11.2016

Zum Schlusstag der Klimakonferenz in Marrakesch erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Die Klimakonferenz in Marrakesch endet mit einem Lichtblick: 45 besonders vom Klimawandel betroffene Staaten des Südens ergreifen die Initiative für einen kompletten Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl. Damit stellen sie zögerliche Industriestaaten wie Deutschland in den Schatten, die ähnlich mutige Pläne in Marrakesch vermissen ließen. Nach mehreren Streichrunden im Bundeskabinett blieb vom deutschen Klimaschutzplan 2050 kaum mehr als eine leere Hülle übrig.

Doch Marrakesch zeigt: Der globale Kampf gegen die Klimakrise geht weiter, auch wenn einzelne Staaten vorübergehend ausfallen. Wir Grüne wollen, dass Deutschland bei der nächsten Klimakonferenz im Herbst 2017 in Bonn wieder eine Führungsrolle einnimmt. Eine neue Bundesregierung muss dann die Eckpunkte eines echten Klimaschutzplans vorstellen, der einen zügigen Kohleausstieg und den Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien ebenso umfasst wie den Abschied vom fossilen Verbrennungsmotor und die Beendigung der industriellen Massentierhaltung.

So kann Deutschland durch eigenes Handeln Antreiber werden für die im Jahr 2018 anstehenden Beratungen, wie die in Paris zugesagten nationalen Klimaanstrengungen konkret verstärkt werden, um die notwendigen Emissionsreduktionen zu erreichen und ärmere Länder besser zu unterstützen.“

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