Klarstellung zur Wahl der Fahrzeuge des Spitzenteams für den Wahlkampf

Die beiden Spitzenkandidat*innen Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir sowie Toni Hofreiter und Simone Peter nutzen für die sechs Wochen vor der Wahl einen Hybrid-BMW 530e iPerformance. Die Wahl dieses Fahrzeugs fiel nach einem langen Abwägungsprozess in der Bundesgeschäftsstelle, in den auch Experten der Deutschen Umwelthilfe einbezogen wurden.

Nach dem Diesel-Skandal war uns klar, dass wir nicht wie in den vergangenen Bundestagswahlkämpfen einen Diesel-Van nutzen wollen und machten uns auf die Suche nach Alternativen, die folgende Kriterien erfüllen sollten: Genug Platz zum Arbeiten und für Gepäck für 3-4 Personen, möglichst geringer Verbrauch und Schadstoffausstoß, Einhaltung der aktuellen Euronorm 6 und möglichst von einem deutschen Hersteller.

Alternative Antriebe fielen trotz umfangreicher Abwägung und Austausch mit dem Bundesverband Solare Mobilität aus der Wahl. Reine E-Autos sind entweder zu teuer oder haben zu wenig Reichweite: In Frage wären nur Modelle von Tesla gekommen, die aber unser Budget gesprengt hätten. Auch ausreichend große Fahrzeuge mit Erdgasantrieb waren entweder nicht verfügbar, oder es wurde uns von den Experten der DUH abgeraten, weil die Modell einen zu hohen Schadstoffausstoß haben.

Deshalb fiel letztlich die Wahl auf den BMW, den wir für sechs Wochen geleast haben. Weil es ein Plug-in-Hybrid ist, werden unterwegs Ökostrom-Ladesäulen genutzt, um zumindest im städtischen Verkehr auf Batteriemotor umzuschalten und sauber und leise zu fahren.

Außerhalb der sechs Wochen vor der Bundestagswahl stehen Simone Peter und den anderen Mitgliedern des Bundesvorstands kein eigener Dienstwagen zur Verfügung, sie nutzen stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, Taxis und ihre Diensträder.

Auch während der Tour nutzt Simone ihr Dienstrad, das sie mit sich führt. Und sie testet streckenweise reine e-Autos für kürzere Distanzen, beispielsweise den Opel Ampera E, den sie wie den Renault Zoe und den Peugeot Ion jeweils für ein paar Tage zur Verfügung gestellt bekommt.

Es ist ein Armutszeugnis der deutschen Autoindustrie, dass es bis heute keine größeren Elektroautos mit einer ausreichenden Reichweite gibt. Statt weiter Millionen an Steuergeldern in Diesel-Subventionen zu stecken, braucht es vor allem zügig technische Nachrüstungen der Diesel-Fahrzeuge auf Kosten der Automobilhersteller und die Blaue Plakette, um die Grenzwerte 2018 Sommers wie Winters auf den städtischen Straßen einhalten zu können, sowie eine Innovationsoffensive für emissionsfreie Antriebstechnologien wie der Elektromobilität.

Wir werden im Falle einer Regierungsbeteiligung dafür kämpfen, dass bei der nächsten Bundestagswahl Elektro-Fahrzeuge nicht nur für grüne Wahlkampf-Touren Normalität sind, sondern dass sie auf deutschen Straßen zum Alltag gehören. Natürlich eingebettet in ein Mobilitätskonzept, das den öffentlichen Verkehr und die Nutzung von Rad und Füßen deutlich stärkt und die Sektorenkopplung mit dem erneuerbaren Energiesystem vollzieht.

Den aktuellen Beschluss des Bundesvorstands dazu finden Sie hier.

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