Journalistinnen und Journalisten weltweit schützen

Zum Tag der Pressefreiheit erklären Simone Peter, Bundesvorsitzende, und 
Cem Özdemir, Spitzenkandidat und Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE 
GRÜNEN:

"Die Situation von Journalistinnen und Journalisten hat sich weltweit 
verschlechtert. Demokrat zu sein, bedeutet auch, für die Pressefreiheit 
einzustehen und sie einzufordern, ob in Deutschland oder anderswo auf 
der Welt.

Wenn die Pressefreiheit unter Druck gerät, dann steht auch die 
Demokratie auf wackeligen Beinen. Eine unabhängige und vielfältige 
Presse ist unverzichtbarer Grundpfeiler einer funktionierenden 
Demokratie. Demokratie braucht Journalistinnen und Journalisten, die 
kritisch und faktenbasiert gerade über Politik und Wirtschaft berichten, 
den Verantwortlichen auf die Finger schauen und Entscheidungen und 
Entwicklungen hinterfragen – die hinschauen, wo sonst niemand hinschaut.

Die Einschränkungen der Pressefreiheit reichen von staatlichen 
Schikanen, Drohungen, Gewalt bis sogar Mord. In vielen Ländern, von 
China über Saudi-Arabien, Ägypten bis zu den Philippinen, sind 
Journalisten von Verhaftungen, Gewalt und Tod bedroht.

In der Türkei sind mittlerweile mehr Journalisten inhaftiert als in 
jedem anderen Land, darunter 'Welt'-Korrespondent Deniz Yücel, aber auch 
dutzende seiner türkischen Kollegen.

In den USA diffamiert Präsident Trump Fernsehsender und Zeitungen als 
„Fake-News-Medien“ und Feinde des Volkes. Auch in Deutschland werden 
Medien vor allem von Rechtspopulisten und Rechtsextremisten als 
Lügenpresse diffamiert und bei der Ausübung ihrer Arbeit bedroht und 
angegriffen.

Journalistinnen und Journalisten sollten nirgendwo Angst haben, kritisch 
zu berichten. Alle demokratischen Kräfte sollten gemeinsam für eine 
vielfältige und unabhängige Medienlandschaft kämpfen. Das Einstehen für 
die Pressefreiheit ist für uns ein wichtiger Bestandteil deutscher 
Außen- wie Innenpolitik."

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