Hilfe statt Abschottung: Situation von Flüchtlingen in Marokko verbessern

Nach einem Treffen mit dem marokkanischen Minister für Migration, Anis Birou, im Rahmen ihrer flüchtlingspolitischen Reise nach Marokko, erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Noch immer verharren tausende Flüchtlinge in provisorischen Zeltlagern rund um die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla und im Grenzgebiet zu Algerien. Humanitäre Hilfe statt Abschottung muss das Gebot der Stunde sein. Angesichts der jüngsten Flüchtlingsdramen muss es darum gehen, Wege zu finden, das Sterben im Mittelmeer zu stoppen. Die Wahrung der Menschenrechte hat dabei oberste Priorität.

Die marokkanische Flüchtlings- und Migrationspolitik hat im Jahr 2013 einen Paradigmenwechsel erfahren, der die Verbesserung der Situation von Flüchtlingen im Land zum Ziel hat. Die Erteilung von rund 20.000 Aufenthaltstiteln für Migrantinnen und Migranten kann aber nur ein erster Schritt der neuen Migrationsstrategie sein. Insbesondere die Situation von Frauen und Kindern auf der Flucht muss stärker in den Blick genommen werden.

Die marokkanische Zivilgesellschaft kann bei der Bekämpfung von Menschenhandel und dem Zugang von Flüchtlingen zum Bildungs- und Gesundheitssystem einen wichtigen Beitrag leisten. Die Arbeit von Hilfsorganisationen im Land sollte deshalb nicht von staatlicher Seite behindert werden.“

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