Der 9.11., ein Tag der Freiheit und der Demokratie, aber auch der Verfolgung und Ermordung.

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls erklären Simone Peter und Cem Özdemir,
Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Der 9.11.1989 ist ein Schicksalstag der Deutschen. Die Mauer fällt und die Geschichte erlebt eine glückliche Wende. Dieser Tag steht für Mut und Hoffnung, für Freiheit und Demokratie. Und er mahnt uns an den 9.11.1938, der als Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger durch das nationalsozialistische Regime einen besonders dunklen Platz in unserer Geschichte einnimmt.

Der Mauerfall vor 25 Jahren ist dem Mut der Bürgerinnen und Bürgern der damaligen DDR zu verdanken. Sie sind friedlich auf die Straße gegangen und haben sich so gegen Unterdrückung und SED-Herrschaft aufgelehnt. Das geteilte Deutschland erlebte zwischen Mauerbau und Mauerfall viele Tragödien. Für ein Leben in Freiheit riskierten die Flüchtenden ihr Leben und ließen Familie, Freunde und Besitz zurück. In 28 Jahren sind fast 900 Menschen bei dem Versuch in die Freiheit zu flüchten, ums Leben gekommen. Ihre Schicksale dürfen wir nicht vergessen.

Die Reste der Mauer sind zu einem Symbol für die friedliche Revolution geworden. Man findet Teile davon auf der ganzen Welt. Sie erinnern uns daran, dass es sich lohnt, für die eigenen Rechte einzutreten und dass gewaltfreier Widerstand Erfolg haben kann.

Teile diesen Inhalt: