Bundesregierung bedroht Bio

Zum Beginn der Biofach 2014 in Nürnberg erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Die BIOFACH-Messe zeigt die beeindruckende Vielfalt und Qualität von Bio-Lebensmitteln, die von den Verbraucherinnen und Verbrauchern immer stärker nachgefragt werden. Bio-Produkte sollen regional und mit guter Öko-Bilanz hergestellt werden. Umso dramatischer ist es, dass der Anteil der biologisch bewirtschafteten Felder in Deutschland im Jahr 2012 nur noch geringfügig angestiegen ist und mit 6,2 Prozent vom 20-Prozent-Ziel unendlich weit entfernt ist. Das frühere Versagen der Bundesregierung muss daher dringend durch mehr Fördermittel für Betriebe und Forschung kompensiert werden. Bio-Lebensmittel sollten möglichst aus der jeweiligen Region gekauft werden können.

Jetzt droht den Bio-Lebensmitteln große Gefahr durch die europaweite Zulassung des Genmais 1507. Mit ihrer Enthaltung hat die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD freie Bahn für die Gentechnik geschaffen.

Landwirtschaftsminister Friedrich betreibt ein scheinheiliges Doppelspiel, wenn er jetzt so tut, als wolle er den Anbau von Genmais in Deutschland noch verhindern. Die CSU hätte als Regierungspartei in Brüssel die Zulassung stoppen können. Das hat sie wie die CDU und SPD nicht getan und trägt damit die Verantwortung für den Anbau von Genmais in Europa, der sich in seinen Auswirkungen nicht an nationale Grenzen halten wird.

Die Bundesregierung hat sich mit der Entscheidung in Brüssel für die Interessen von Nahrungsmittelkonzernen und gegen die Interessen der Bio-Landbau-Branche und deren immer größer werdenden Kundschaft ausgesprochen. Damit liegt ein dunkler Schatten über der BIOFACH-Messe in Bayern, deren Akteuren die CSU einen Bärendienst erwiesen hat.“

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