Bei der Gleichstellung ist Handeln gefragt

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2014 erklären Simone Peter, Bundesvorsitzende, und Gesine Agena, Frauenpolitische Sprecherin und Mitglied des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Die neuesten Studien von Seiten der EU zeigen einmal mehr, dass großer Handlungsbedarf bei der Gleichstellung besteht. Nach wie vor verdienen Frauen in der EU, besonders aber in Deutschland, weniger als Männer, auch bei vergleichbaren Tätigkeiten. Noch immer sind prekäre Beschäftigung, Minijobs und Niedriglohn eine Domäne der Frauen – mit der Folge, dass Altersarmut vor allem Frauen betrifft. Auch in Führungspositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind Frauen, trotz besserer Ausbildung, nach wie vor nur marginal vertreten.

Das Ausmaß an Gewalt, die tagtäglich gegen Frauen verübt wird, ist erschreckend. Vor diesem Hintergrund ist es ein gesellschaftlicher Skandal, dass Frauenhäuser und Hilfestrukturen für Frauen nicht ausreichend finanziert sind, um ein verlässliches Angebot zu gewährleisten.

Nach jahrelangem Stillstand in der Frauenpolitik ist endlich engagiertes Handeln geboten. Die Vorschläge für ein Entgeltgleichheitsgesetz liegen auf dem Tisch. Auch gesetzliche Regelungen für Aufsichtsräte und Vorstandsetagen sind längst überfällig. Die Frauenhausfinanzierung muss zur staatlichen Pflichtaufgabe und seriös finanziert werden. Die Bundesregierung muss jetzt handeln! Gleichstellung ist nicht mit Worten zu erreichen, sondern setzt ein gesellschaftliches Umdenken und konkrete Maßnahmen in allen Politikfeldern voraus. Dies alles zeigt: Feminismus ist heute so notwendig wie eh und je!

Wir werden auch in diesem Jahr am Internationalen Frauentag gemeinsam mit vielen Frauen und Männern in unterschiedlichsten Aktionen europaweit für echte Gleichberechtigung der Geschlechter, gegen veraltete Rollenbilder und gegen Sexismus eintreten.“

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