Auf Sommertour in Niedersachsen in Salzgitter und im Schacht Konrad

Verantwortungsvoll mit Atommüll umgehen!

Berlin, 30.6.2016

Zu ihrem Besuch im Bergwerk Schacht Konrad und im Besucherzentrum des Bundesamts für Strahlenschutz in Salzgitter erklärt Simone Peter, Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen:

Die radioaktiven Hinterlassenschaften der Atomkraft dauerhaft sicher aufzubewahren ist eine gewaltige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Schacht Konrad veranschaulicht die Dimension dieser Herausforderung, die von Atomkonzernen und atomfreundlichen Politikern jahrzehntelang systematisch unterschätzt wurde.

Wir Grüne als Teil der Anti-Atomkraft-Bewegung haben diesen Müll nie gewollt. Trotzdem übernehmen wir heute auf Bundes- und Landesebene Mitverantwortung für die Lösung des Stahlenmüll-Problems.

Der erfolgreiche Abschluss der Arbeit der Endlagerkommission in dieser Woche war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Jetzt muss sichergestellt werden, dass die Suche nach dem geeignetsten Endlagerstandort ergebnisoffen und entlang wissenschaftlicher Kriterien erfolgt. Diese Suche muss aber auch in absehbarer Zeit durchgeführbar sein, damit die Atomlasten nicht auf zukünftige Generationen oder gar ins Ausland verschoben werden.

Dafür ist Vertrauen in die Arbeit von Wissenschaft und Behörden unerlässlich. Deshalb ist es ein schwerer Schlag, dass die Unabhängigkeit der Bundesanstalt für Geowissenschaften
und Rohstoffe (BGR) durch ihre finanziellen Verquickungen mit der industrienahen Stiftung in Frage gestellt ist. Die sich daraus ergebenen Fragen müssen jetzt schnell aufgeklärt und die einschlägigen Gutachten der BGR kritisch überprüft werden.

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