27. Januar: Gemeinsam erinnern, gemeinsam für Europa

26.01.2017

Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklären die Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Simone Peter und Cem Özdemir:

„‘Die Erinnerung darf nicht enden‘, erklärte Roman Herzog in seiner Rede vom Januar 1996, die den Beginn für den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus bildete. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der sowjetischen Armee die Vernichtungs- und Konzentrationslager in Auschwitz. Wir gedenken seitdem der vielen Millionen Opfer –  Jüdinnen und Juden,  Sinti und Roma, Homosexuellen, Menschen mit Behinderungen und Regimegegnern.

Im gemeinsamen Gedenken an die Schrecken des NS-Regimes erteilen wir all denen eine Absage, die, wie zuletzt der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke, die Geschichte vergessen und die Ermahnung zukünftiger Generationen unterlassen wollen.

Dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind, sondern als Werte immer wieder neu verteidigt werden müssen, wird uns in diesen Zeiten mit wachsendem Rechtsnationalismus und Nationalchauvinismus deutlich vor Augen geführt.

Nach den Schrecken zweier Weltkriege war die Idee einer vertieften Union Europas die Antwort auf die kriegstreiberische Nationalstaaterei des zwanzigsten Jahrhunderts. Heute dient die Europäische Union als Friedensgarant, ist aber gefährdet und infrage gestellt. Deswegen sind wir alle aufgefordert, die europäische Idee wieder mit Leben zu füllen. Wir wollen 2017 zu einem Jahr für Europa machen.“

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